Archiv für die Kategorie ‘Reiseberichte’

Der Vesuv

Mittwoch, 08. Dezember 2010

Der Vesuv liegt südlich der Vorstädte Neapels und ist der einzige noch aktive Vulkan des europäischen Festlands. Er ist zusammen mit den Orten Herculaneum und Pompeji eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Golfes von Neapel. Die beiden römischen Orte wurden während eines Vulkanausbruchs im Jahr 79 nach Christus verschüttet und sind sehr beliebt bei Urlaubern die Ihren Urlaub in Neapel verbringen. Die Orte sind von dort aus per PKW oder Bahn erreichbar. Die Vulkanasche hat die Ruinen beider Orte konserviert. Außerdem wurden durch die Lavamassen Gegenstände des täglichen Lebens der Antike erhalten. So können hier beispielsweise gedeckte Tische und Werkzeuge besichtigt werden. Nach dem letzten großen Ausbruch des Vulkans 1944 stieg noch viele Jahre danach eine Rauchfahne aus dem Gipfel des Vesuv.
Jedem Besucher der Region sei eine Besichtigung des Vulkankraters mit Nachdruck empfohlen, erwartet einen von oben aus knapp 1300 Metern Höhe schließlich eine überragende Aussicht auf den Golf von Neapel. Die meisten Touren starten in Ercolano in der Nähe von Herculaneum. Die Zufahrt über Serpentinenstraßen wird zunächst von Weinreben und Olivenbäumen gesäumt, danach bestimmen Kastanien und Eichen das Landschaftsbild. Richtung Gipfel dünnt sich die Vegetation immer mehr aus, bis sie schließlich komplett verschwindet.
Die letzten Meter bis zum Kraterrand müssen zu Fuß bestritten werden. Der Krater hat einen Durchmesser von 600 Metern und eine Tiefe von 200 Metern. Eine Tour zum Krater beziehungsweise ein Kraterrundgang sind nur im Rahmen einer Führung möglich.

Die Amalfiküste

Donnerstag, 22. April 2010


Die Amalfiküste ist an der westlichen Seite des italienischen Stiefels zwischen dem Golf von Sorrent und dem Golf von Salerno zu finden. Dieser Küstenabschnitt definiert sich vor allem durch die kleinen, von einer schmalen gewunden Straße verbundenen, Örtchen, die sich hier scheinbar an die schroffen Steilhänge schmiegen, um nicht ins Wasser zu stürzen. Aufgrund dieser spektakulären Bauweise wurde die Amalfiküste auch in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.
Das Klima ist mediterran, mit heißen Sommern, die jedoch durch steten Wind erträglich sind. Die beliebtesten Reisezeiten sind Mai / Juni und September / Oktober.


Meist beginnt die Reise entlang der Amalfiküste in Positano, welches im westlichen Teil der Küste liegt. Dieser Ort ist vor allem aufgrund seiner terrassierten, zum Meer hin steil abfallenden Stadtarchitektur bekannt. Hier stehen kleine bunte Häuser dicht an dicht. Zwei dunkle Strände laden zum Baden ein.
Verlässt man den Ort, um die weiteren Dörfer entlang der Küste zu erkunden, sollte man die Amalfitana wählen. Diese ca. 30 Kilometer lange Straße gehört zu den schönsten und spektakulärsten Straßen des gesamten Mittelmeerraumes, windet Sie sich doch entlang der Steilhänge an der Küste entlang und bietet so fantastische Aussichten auf die Landschaft und den Golf. Für Wohnwagen und Gespänne ist die Straße gesperrt, da sie sehr schmal und in der Hochsaison sehr stark frequentiert ist. So fährt man an weiteren kleinen Dörfchen vorbei, die allesamt zwischen Fels und Meer gebaut sind.
Nach ein paar Kilometern erreicht man Amalfi, welches früher einen vergleichbaren Status wie Pisa oder Genua hatte und eine große Seemacht war. Zu diesen Zeiten hatte Amalfi 50000 Einwohner. Davon sind heute nur noch ca. 6000 übrig geblieben. Dafür jedoch eine Vielzahl an Touristen, die den Ort als Ganzes, aber auch den Dom oder eine alte Schiffswerft bewundern.

Etwas erhöht im Hinterland von Amalfi liegt Ravello, welches wegen seiner schönen Villen ein Touristenmagnet ist.
Etwas weiter im Osten findet man die nächsten Badeorte. Minori und Maiori verfügen über relativ lange Strände. Jedoch wird man hier eher keinen Badeurlaub verbringen. Die Amalfiküste ist eher für Individualtouristen geeignet, die nicht nur die Küste, sondern ganz Kampanien auf eigene Faust erkunden wollen.